Kontaktekzem
Liebe Patientin, lieber Patient,
möglicherweise leiden Sie unter einem Kontakekzem, d.h. schon der Kontakt mit
kleinsten Mengen eines Umweltstoffes (Allergen) – auf den Sie überempfindlich
geworden sind – kann bei Ihnen ein Ekzem auslösen. Eine Heilung ist nur durch
konsequentes Meiden des betreffendes Stoffes möglich.
Bedenken Sie dabei, dass
·
Stoffe (Substanzen), die Sie jahrelang gut vertragen haben, plötzlich eine
Allergie auslösen und
·
selbst selten verwendete Stoffe (Kontakt z.B. nur alle 2 bis 3 Wochen) durchaus
ein Ekzem unterhalten können,
·
Einwirkungsort des Stoffes und Manifestationsort des Ekzems nicht unbedingt übereinstimmen
müssen („Streureaktionen“),
·
Allergien gegenüber Berufssubstanzen häufig mit Allergien gegenüber Stoffen
aus dem privaten Bereich einhergehen.
Mit einer Allergietestung (Läppchen- oder Epikutantestung) kann nun der verantwortliche Stoff entdeckt werden. Bringen Sie uns deshalb sämtliche Stoffe, mit denen Sie in Kontakt kommen, zur Testung mit.
Erfahrungsgemäss sind insbesondere folgende Stoffe wichtig:
| Kosmetika: Shampoos, Haarsprays, Tönungs- und Färbemittel. Tages-, Nacht-,
Feuchtigkeits-, Nähr-, Bräunungs-, Enthaarungs-, Sonnen- und Rasiercrèmes.
Lippenstifte, Lidschatten, Wimperntusche, Rouge usw. Parfums, Mundwasser,
Zahnpasten, Deodorants, Intimsprays. Nagellack und –entferner. Seifen. Aeusserliche Medikamente: Salben und Crèmes (Arnika-, Vita-Merfen-, Rheuma-, Krampfadersalben usw.). Ohren- und Augentropfen. Heftplaster, Kompressionsstrümpfe und –binden. Textilien: Gefärbte Strümpfe, Slips, Büstenhalter usw. Handschuhe und Schuhe aus Leder oder Gummi. Blumen, Pflanzen, Gemüse, Früchte. Reinigungsmittel: Wasch-, Putz- und Spülmittel, Weichspüler und Entkalker (Waschmittelrückstände in Kleidern und Bettwäsche). Bodenwichse und Möbelwachse. Arbeitssubstanzen (und Bastelutensilien): Farben, Lacke, Kitte, Beizen, Lösungsmittel, Verdünner, Schmiermittel, Kühlöle, Kühlwasser bzw. –emulsionen, Rostschutzöle, Kunststoffe, Leim, Harz, Härter, Papiere, Druckerschwärze, Keramik, Metalle, galvanische Bäder, Kunstdünger, Gerbmittel, Zement. Konservierungs-, Korrosionsschutz-, Versiegelungs-, Imprägnations- und Textilveredelungsmittel. Bau- und Isoliermaterialien. Seifen, Gummi- und Schutzhandschuhe, Hautschutzsalben. |
Beachten Sie bitte noch folgende Punkte:
· Da wir Ihre mitgebrachten Stoffe z.T. verdünnen müssen, benötigen wir jeweils eine Mindestmenge von etwa 50 ml bzw. ½ dl bzw. 50 g in einem geeigneten Gefäss.
· Bezeichnen Sie Ihre mitgebrachten Berufssubstanzen mit dem genauen Namen und der Herstellerfirma (wichtig für Identifizierung und SUVA).
· Normalerweise attestieren wir während des Testzeitraumes (3 bis 4 Tage) eine Arbeitsunfähigkeit. Bei körperlicher Anstrengung bzw. beim Schwitzen verbleiben nämlich die aufgebrachten Testsubstanzen nicht optimal auf der Haut.