Praxis Dr. med. Peter H. BLOCH
Facharzt Dermatologie und Venereologie FMH
Facharzt Allergologie und klin. Immunologie FMH
CH-4500 Solothurn

Hämorrhoidalbeschwerden

Als innere Hämorrhoiden werden erweiterte Venen des sog. Plexus haemorrhoidalis internus (superior) bezeichnet. Dieses am oberen Ende des Analkanals über dem inneren Schliessmuskel gelegene Blutgefässgeflecht hilft beim sauberen Verschluss des Enddarmes. Bluten beim Stuhlgang, Blut am Toilettenpapier, Juckreiz und Austreten von Schleimhautpolstern sind die am häufigsten beklagten Beschwerden. Verschiedene von den Patienten und Patientinnen in heilender Absicht applizierte Crèmen, Salben und Zäpfchen verschlechtern oft das Krankheitsbild bzw. verursachen zusätzlich noch ein Kontaktekzem.

 

Je nach Nomenklatur spricht man von äusseren Hämorrhoiden, wenn es zu einem dauernden Vorfall der inneren Hämorrhoidalpolster, zu Erweiterungen des Plexus haemorrhoidalis externus (inferior) oder aber zu verschiedenen Folgezuständen (z. B. schmerzenden akuten Perianalthrombosen, Marisken) gekommen ist.
Ursächlich sind v. a. eine angeborene Neigung zu Venenleiden, erhöhter Druck im Bauchraum durch Fettsucht (oder Schwangerschaft) sowie ungünstige Ess- und Stuhlgewohnheiten verantwortlich zu machen.

 

Therapeutisch stehen die Regulierung von Ess- und Stuhlgewohnheiten (inkl. genügender Flüssigkeitsaufnahme), die schmerzarmen Gummibandligaturen, die Infrarotkoagulation sowie die Sklerotherapie (Veröden bzw. „Spritzen“) der Hämorrhoiden im Vordergrund. Alle diese Massnahmen sind ambulant durchführbar. Verschiedene operative Verfahren haben sich weniger bewährt, kommen also nur ausnahmsweise oder bei sehr fortgeschrittenen Zuständen in Frage.

 

Sicherheitshalber bleibt zu erwähnen, dass eine Vielzahl von Hautkrankheiten und Haut- bzw. Schleimhauttumoren ein Hämorrhoidalleiden imitieren können, also vom Spezialisten sorgfältig ausgeschlossen werden müssen.

 

Traditionellerweise behandelt im deutschsprachigen Raum der Hautarzt - neben Hautkrankheiten - auch die allergischen Krankheiten, die Venenleiden, die Hämorrhoidalbeschwerden und gelegentlich die männlichen Fruchtbarkeitsstörungen. Daneben ist der Hautarzt zunehmend auch mit aesthetischen Problemen beschäftigt.




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