Hautkrankheiten
Zu den Erkrankungen der Haut gehören auch die Haar- und Nagelkrankheiten sowie die Geschlechtskrankheiten.


Die Hautkrankheiten umfassen einige Hundert auf Haut oder Schleimhaut lokalisierte Auschläge bzw. Dermatosen (Akne, Ekzeme, Neurodermitis, Psoriasis, infektiöse Hauterkrankungen usw.), etwa ein Dutzend häufige gut- und bösartige Tumoren (Basaliom, Plattenepithelkarzinom, Melanom, Muttermale, Atherome usw.) und viele seltene (meist gutartige) Hautgeschwulste.
Die Haarkrankheiten betreffen 3 alltägliche Formen von reversiblem Haarausfall (sog. kreisrunder, diffuser (symptomatischer) und männlicher Haarausfall), den narbigen (nicht reversiblen) Haarausfall und eine Vielzahl von seltenen Haarschaftanomalien.
Erworbene Nagelveränderungen sind
gelegentlich mit andern Haut- und Haar- oder gar Allgemeinerkrankungen
assoziiert. Angeborene Nagelanomalien dagegen sind sehr rar.
Die Geschlechtskrankheiten schliesslich spielen heute nur noch eine untergeordnete Rolle und betreffen wenige Prozente der Klientel.
Die meisten Dermatosen und Tumoren können
vom erfahrenen Hautarzt mit dem blossen Auge mit ziemlicher Sicherheit erkannt
werden. Auflichtmikroskopische Untersuchung (allenfalls mit digitaler
Speicherung), feingewebliche Untersuchung nach vorgängiger Entnahme eines
kleinen Hautstückes und verschiedene Hautteste sichern oder ergänzen die
Diagnose.
Therapeutisch kommen bei den Dermatosen zahlreiche extern (Crèmen, Salben und Lösungen) und intern (Tabletten, Kapseln, Dragées) angewandte Medikamente sowie einige UV-Therapien (u. a. PUVA, SUP) in Betracht. Das oft beklagte mühsame "Schmieren und Salben" belastet die andern Organe nicht oder fast nicht, der Wirkstoff wirkt direkt am Wirkungsort.
Tumoren jedoch werden exzidiert (= herausgeschnitten), kürettiert (= abgekratzt), kryotherapiert (= erfroren), elektrokoaguliert (= verbrannt), laservaporiert (= verdampft), photodynamisch angegangen oder gar bestrahlt.
Für Haar- und Nagelerkrankungen endlich stehen heute eine Reihe von Interna und Externa sowie auch einige chirurgische Massnahmen zur Verfügung.
Traditionellerweise behandelt im deutschsprachigen Raum der Hautarzt auch die allergischen Krankheiten, die Venenleiden, die Hämorrhoidalbeschwerden und (gelegentlich) die männlichen Fruchtbarkeitsstörungen. Daneben ist der Hautarzt zunehmend auch mit aesthetischen Problemen beschäftigt.