Praxis Prof. Dr. med. Rudolf A. Rupec
Facharzt Dermatologie FMH
Allergologie Abklärungen
CH-4500 Solothurn

Histaminarme Diät

Histamin-Intoleranzen bzw. sog. "Histaminosen" (= Ueberangebot an Histamin) sind für eine Vielzahl von Beschwerden verantwortlich. So werden etwa Juckreiz, Nesselfieber, Herzklopfen, Blutdruckabfall, Schnupfen, Asthma, Kopfschmerz, Magen-Darmbeschwerden und Menstruationsstörungen einzeln oder in Kombination beobachtet.

Histamin ist eine körpereigene Substanz, welche Symptome einer allergischen Reaktion auslöst und u. a. aus Mastzellen freigesetzt wird. Histamin kommt auch in manchen Nahrungsmitteln vor. Ebenso kann Histamin im Darm beim bakteriellen Abbau der Aminosäure L-Histidin entstehen. Das Histamin abbauende Enzym Diaminooxidase (DAO) wird durch Alkohol und gewisse Medikamente gehemmt. Deshalb sollten histaminempfindliche Personen histaminreiche Nahrungsmittel, Alkohol und bestimmte Medikamente meiden:

  Verboten Erlaubt
Fleisch

Wurstwaren wie Bratwurst, Cervalat, Mettwurst, Landjäger, Aufschnitt, Parfait

Rohe, geräucherte und gepökelte Wurstwaren wie Salami, Bündnerfleisch, Schinken, Räucherschinken

Frisches oder tiefgekühltes Fleisch und Geflügel wie Plätzli, Kotelette, Geschnetzeltes, Gehacktes, Filet usw.
Fisch

Thunfisch, Makrele, Sardinen, Sardellen, Krustentiere, Hering

Konserven und marinierte, gesalzene oder getrocknete Fische, Fischsaucen

Frische oder tiefgekühlte Fische wie Dorsch, Forellen usw.
Käse Hart-, Weich- und Schmelzkäse Quark und andere Milchprodukte wie Milch, Joghurt und Rahm
Gemüse

Sauerkraut, Spinat, Tomaten, Aubergine, Avocado, Pilze

Industriell gerüstete Salate

Alle andern Gemüse frisch oder tiefgekühlt
Getränke Alkoholika, insbesondere Rotwein, Weisswein, Champagner, Bier Alle übrigen Getränke, Schlumberger Sekt
Histamin-
liberatoren

Schokolade/ Kakao

Erdbeeren, Zitrusfrüchte
Schalen- und Krustentiere, Nüsse

 
Medikamente Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin, Alcacyl), Acetylcystein (z. B. Fluimucil), Ambroxol (z. B. Mucosolvon), Aminophyllin (z. B. Euphyllin), Amitriptylin (z. B. Saroten), Chloroquin (z. B. Resochin), Clavulansäure (z. B. in Augmentin), Isoniazid (z. B. INH), Metamizol (z. B. Novalgin), Metoclopramid (z. B. Paspertin), Propafenon (z. B. Rytmonorma), Verapamil (z. B. Isoptin)  

 

· Weil der Histamingehalt in Lebensmitteln stark schwankt, ist es möglich, dass einzelne der oben angeführten Nahrungsmittel in kleiner Menge durchaus vertragen werden.

· Zahlreiche Nahrungsmittel enthalten zusätzlich histaminähnliche Stoffe (sog. biogene Amine) sowie Histaminliberatoren (= Histaminfreisetzer), welche unspezifisch Histamin freisetzen.


Home

Prof. Dr. med. Rudolf A. Rupec
Bahnhofpassage/ Zuchwilerstrasse 43
Telefon +41 (0)32 623 30 33
Fax +41 (0)32 623 30 13